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Die Siebenten/Tags Adventisten Aus:_ 7- Sekten Adventismus Sabbatismus
Sie gehören zu den Richtungen, die die Wiederkunft Christi auf diese Erde zur Einleitung des Jüngsten Tages (Advent = Ankunft) berechnen wollen. Gewiß sollte es zur geistlichen Existenz aller, die sich Christen nennen, gehören, daß sie Ausschau halten nach diesem Tage. Auch Luther meinte u. a. bei seinem Aufenthalt auf der Coburg (1530), während auf dem Reichstage zu Augsburg über die Zukunft des Protestan tismus verhandelt wurde, täglich sei die Wiederkunft des Herrn zu erwarten. Und wie warnt Jesus vor einem kirchlich tolerierten Wohlstandsoptimismus und Diesseitsmaterialismus, indem er (Luk. 21, 34—36) es wiederholt betont, er werde kommen wie ein Dieb in der Nacht; darum solle die Gemeinde nur ja wachen und sich nicht dem Diesseitigkeits- denken ergeben. Allerdings spricht der Herr es auch aus1
(Matth. 24, 36): -Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand etwas, auch nicht die Engel im Himmel, sondern allein mein Vater."
Es ist daher nur bedauerlich, wenn Menschen, die an sich bereit sein wollen zur Begegnung mit dem Wiederkommenden, letzteren Vers nicht beachten, sondern sich durch willkürliche Anwendung biblischer Zahlangaben dazu verleiten lassen, einen Termin eigener Annahme als Tag der Wiederkunft Christi zu prophezeien. So geschah es dem baptistischen Farmer William Miller (1782—1849) in Nordamerika. Als stiller Schriftbetrachter ging er aus von Dan. 8,14: „Bis 2300 Abende und Morgen um sind, dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden." Indem er die Stelle unerlaubter Weise auf die Wiederkunft Christi mit einem Läuterungsweltenbrand nach 2. Petr. 3, 10 bezog, meinte er, darüberhinaus über die Zahlangaben für seine Berechnungen ver- fügen zu dürfen. Gründend auf dem Jahre 457 v. Chr. (Beginn des Wiederaufbaus Jerusalems nach Rückkehr Esras aus der babylonischen Gefangenschaft) stellte er die Behauptung auf, daß der Herr zwischen dem 21. März 1843 und dem 21. März 1844 wiederkommen werde. Nach umfangreicher Missionstätigkeit wartete Miller mit einer Schar frommer Leute vergeblich. Wo die Enttäuschung Platz greifen wollte, meinte einer seiner Anhänger, daß der Wiederaufbau erst im Herbst begonnen habe. So wurde der 21. Oktober 1844 als gewiß gültiger Termin angenommen. Millers Anhänger hatten bereits Werte verschenkt, die Ernte wurde nicht eingeholt; in weißer Kleidung wollte man völlig frei sein für die Begegnung mit dem himmlischen Herrn. Es ist eigenartig, daß die Bewegung trotz der erwiesenen Fehlrechnung noch nach 1844 an Zahl zunahm (bald über 50 000). Miller hatte sich resigniert zurückgezogen. Es entstanden dennoch sogar Gemeinden, jedoch ohne Zusammenschluß, so daß die Bewegung bald in verschiedene adventistische Richtungen auseinanderfiel.
Die „Adventisten vom siebenten Tag" (»Siebenten-Tags-Adventisten") konnten bald als größte Gruppe erwähnt werden. — Wie entstand die Bezeichnung dieser Adventistengemeinde? Obwohl Miller seinen »Fehlschlag" zugegeben hatte, suchten doch Adventisten erneut nach Daten und Anhaltspunkten. Nach verschiedenen Überlegungen kam der Gedanke auf, daß die Wiederkunft Christi auf Erden sich verzögert habe, weil das „Heiligtum" noch nicht „gereinigt" sei.
In diesem Zusammenhang gab eine Frau Ellen Gould White (1827-1915),
Ehefrau eines Gemeindeältesten, die außer dem ehemaligen Kapitän Joseph Bates geistig führend in dieser Gruppe wurde, eine „Vision" bekannt:
Sie sah im himmlischen Heiligtum die Bundeslade mit den zwei Steintafeln der Zehn Gebote; dabei war das Gebot:
„Du sollst den Sabattag heiligen!" durch einen Lichtkranz besonders hervorgehoben.
Nun glaubte man, die Sünde erkannt zu haben, ohne deren Beseitigung das „Heiligtum" nicht als „gereinigt" angesehen werden dürfe.
Hatte es schon früher sabbatistische Richtungen gegeben, forderte die Gruppe nun offiziell statt der christlichen Sonntagsfeier das Halten des siebenten Wochentags als Ruhetag (Sabbat).
Neben sonstigen persönlichen Heiligungsbestrebungen (erfreulich: eine ablehnende Haltung zu Alkohol und Tabak) verfiel man aufgrund dieser „Vision" der „Prophetin" White auf den Gedanken,
daß - abgesehen vom Zeremonialgesetz (das durch Fortfall des Tempels und durch Christi Opfertod überholt ist) — das sonstige alttestamentliche Gesetz doch noch eine heilsvermittelnde Stellung besitze und eine entsprechende Beachtung verdiene.
Die hier an uns gerichtete Frage wird nicht abgetan werden dürfen durch die Auffassung, daß das Alte Testament nur bedingt oder gar nicht heilige Schrift sei; es ist auch nicht angängig, einem Antinomismus, der die Gültigkeit der Gebote in Abrede stellt, zur Beantwortung Raum zu geben. Wie der Gottessohn im Alten Testament Wort Gottes sah, das nicht aufgelöst werden dürfe, so werden wir uns nicht zu Herren des göttlichen Wortes machen können? und wo, viel- leicht durch Schwierigkeiten bei der Textüberlieferung, uns Stellen dunkel bleiben, sollten wir es mit Luther halten: »man nehme sein Hütlein ab und gehe vorüber".
In Christus ist das Alte Testament in den Neuen Bund hineingehoben: »Ziel (nicht Ende) des Gesetzes ist Christus,- wer an den glaubt, der ist gerecht" (Rom. 10, 4). Matth. 22, 34-40 ist eine Zusammenfassung der alttestamentlichen Bestimmungen, ausgedrückt durch zwei Verse des Alten Bundes (5. Mose 6, 5 und 3. Mose 19, 18), wenn der Herr das Doppelgebot der Liebe ausspricht. Antinomistische Neigungen, die sich nicht selten praktisch als Laxismus äußern, haben von der Bibel aus keine Begründung.
Aber gerade, wo Christus das Ziel des Alten Bundes ist, kann nicht mehr (im Sinne zahlreicher Adventisten) in der Befolgung alttestamentlicher Einzelbestimmungen der Weg des Heils gesehen werden.
Hinge unsere Rettung von der Erfüllung des Gesetzes ab, würde kein Mensch gerettet nach Adams Fall, selbst nicht in dem besten Leben. Das Gesetz kann uns praktisch nicht retten. Doch dürfen wir uns in Glaubens-hingabe an den klammern und uns so in Sündenvergebung unter dem Kreuz von Golgatha durch IHN retten lassen, der der Erfüller des Gesetzes gewiß war und ist: Jesus, den Gottessohn. Wird so auch für den Christen das alttestamentliche Gesetz, soweit es nicht in Golgatha unter Fortfall des Tempels aufgehoben ist, stets Beachtung verdienen als Gotteswort, ist es doch kein heilsvermittelnder Weg. Was soll da die Sabbatbeobachtung der »Siebenten-Tags-Adventisten"?
Durch unsere Stellungnahme soll die zumeist mißbrauchliehe Art der Sonntagsbegehung,
die weitgehend nur noch als gotteslästerlich bezeichnet werden kann, keineswegs beschönigt werden,- doch geht es um den Termin. Dürfte es nicht gottwohlgefällig sein, wenn die Christenheit den Tag der Auferstehung des Christus tatsächlich noch in gottesfürchtiger Weise beginge? Darf man hier nicht sagen, daß der auferstandene .Menschensohn" auch in dieser Hinsicht ein Herr des Sabbats ist (vgl. Matth. 12, 8), wenn die Auferstehungsgemeinde den Ruhetag nunmehr am Tage der Auferstehung Christi begeht? — Es ist schmerzlich, daß die »Siebenten-Tags-Adventisten" im Halten des Sabbats ein Werk sehen, und zwar so, daß diese Gesetzesbefolgung heilsvermittelnd ist. Bedeutet doch der Gekreuzigte allein das Heil.
Man wird erinnert an die überlieferte Aussage eines pharisäischen Schriftgelehrten (späterer Zeitgenosse Jesu), etwa so lautend: „Wenn das Volk nur einen Sabbat wirklich hielte, müßte der Christus erscheinen". Die einzigartige Mittlerschaft des doch schon vorhandenen Christus wird von diesem Pharisäer mißachtet; zugleich aber soll die genaue Befolgung des Gesetzes Gott zum Handeln zwingen. Aber so redet ein Pharisäer. Wollen diese Adventisten vielleicht auch Gott zwingen? Sagt nicht der Herr (Apg. 1, 7): „Es gebührt euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat"? So sehr das Fragen der Adventisten nach der Wiederkunft des Herrn säumige Christen wach- rütteln kann, muß auf der anderen Seite doch deutlich sein, daß der, dem die Gemeinde des Glaubens entgegen harrt, der Herr ist, der allein Recht hat.
In organisatorischer Hinsicht verfügen die „Siebenten-Tags- Adventisten" auch in Deutschland über zahlreiche Gemein den.
Besonders durch Schriftenmission und Besuchstätigkeit treten sie in Erscheinung. Sie unterhalten in Deutschland drei Predigerseminare, davon eins im östlichen Teil. Die Schriften der Ellen Gould White haben heute immer noch das Ansehen von Schriften »prophetischen Geistes".
Eine falsche Prophetin? - Ellen G. White
→ Auflistung falscher Prophezeiungen
► Dann haben sie Jesu Wiederkunft auf das Jahr 1843/44 festgelegt. Aber er kam nicht. (zumindest nicht zu ihnen, denn...)
► Dann wurde behauptet, dass Jesus am 22.10.1844 wiederkommen werde. Viele glaubten daran. Bauern ließen ihre Feldfrüchte verkommen, Kaufleute schlossen ihre Geschäfte, Arbeiter kündigten ihre Jobs, andere verschenkten ihren kompletten Besitz.
► Aber Jesus kam nicht. Und die Leute standen nun mittellos vor einer riesen Katastrophe!
► Ellen White behauptet später schließlich, dass es keine weiteren Errettungen geben werde, dass die Gnadentür verschlossen sei. (ist das eine teuflische Lüge oder nicht?) Schließlich kam man damit nicht durch.
► Aber man behauptete, "Nur wer zu uns gehört, wird errettet werden". Interessant, da es eine Richtung ist, die sich bis dahin durch falsche Prophetien und Panikmache bekannt gemacht hatte.
►Hätte sie Recht, wären bis heute (über 180 Jahre später) alle Christen außer die ihr angehören verloren.
► Sie behauptete auch, England würde der USA den Krieg erklären,
► Jerusalem würde nie wieder aufgebaut werden,
► Menschen von 1856 würden noch bei der Wiederkunft Jesu dabei sein. Ach, diese Liste ist sehr lang... Ich habe einige ihrer Schriften gelesen.
► Sie prophezeite auch, dass Christus zurückkehren würde, bevor die Sklaverei abgeschafft wurde (Frühe Schriften, S.. 35).
►Sie existiert noch heute. (Siehe Josias Litch "Der Aufstieg und der Fortschritt des Adventismus" in The Advent Schild und Review, Mai 1844, S.. 92, zitiert in der Siebenten-Tags-Adventisten Bibelforscher Source Book, S.. 513).
(Siehe auch: Die Siebenten-Tags-Adventisten Enzyklopädie, Band 11, S. 51 und 52 ..)
In Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu fürchten.
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Die Mormonen ► Mormonismus
Sie nennen sich selbst: »Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage".
Gründer dieser Sekte ist der 1805 im nordamerikanischen Staat Vermont geborene Joseph Smith. Unter schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, lernte der Fünfzehn jährige durch Besuch von Evangelisationsversammlungen verschiedene Kirchengemeinschaften kennen.
Nach seiner Eigendarstellung wurde Smith durch die Unterschiede und Gegensätzlichkeiten der verschiedenen Kreise verwirrt und betete um Erkenntnis, welcher Kirche er sich anschließen solle.
Die göttliche Antwort habe gelautet, er solle sich keiner der bestehenden Kirchen anschließen, denn sie seien alle Gott ein Greuel, öfters habe Smith fortan Visionen gehabt.
Schließlich sei ihm durch den „Engel Maroni" bei einem Dorf im Staate New York ein Hügel bezeichnet worden, in dem er wichtige Urkunden finden könne.
An bezeichneter Stelle habe er später in einer steinernen Truhe zahlreiche goldene Platten
gefunden, von einem Propheten namens Mormon beschriftet mit ägyptischen Schriftzeichen: das "Buch Mormon".
Lesen und übersetzen konnte Smith das Buch jedoch nur durch eine -Prophetenbrille", die dabei lag. Allein für Smith sei das Buch überhaupt sichtbar gewesen. Hinter einem Vorhang sitzend, diktierte Smith den Inhalt des Buches einem Schreiber in die Feder.
Durch Spende eines reichen Bauern wurde der Druck ermöglicht; das "Buch Mormon" konnte nun gelesen werden (im Umfang etwa der Hälfte des Alten Testaments entsprechend). Das Buch erzählt die angebliche Geschichte der Ureinwohner Amerikas vom Turmbau zu Babel bis zum Jahre 424 n. Chr. — ein eigenartiges Fantasiegebilde.
Dazu enthält es religiöse Anweisungen.
Und — das war möglich! — es fanden sich Menschen, die sich um dies scharten als um ihre "goldene
Bibel".
1830 wurde im Staate New York die Sekte der Mormonen gegründet.
Joseph Smith wurde als ihr Prophet geistliches und weltliches Oberhaupt zugleich. Und als die so entstandene Sekte in den Staaten New York und Ohio verfolgt wurde, gründete Smith im Staate Illinois eine Stadt Nauvoo, deren Oberhaupt er wurde,- die eigene Miliz befehligte er als oberster Kommandeur.
Smith starb mit 39 Jahren, erschossen in einem Gefängnis von einer wütenden Menge.
Im "Verständnis" seiner Anhänger starb er den Märtyrertod.
Um allen Schwierigkeiten zu entgehen, wanderten die Mormonen, etwa 15 000 Personen, unter Smiths Nachfolger Brigham Young, "durch die Wüste" über das Felsengebirge ins Land Utah aus. Unvorstellbare Schwierigkeiten wurden mit harter Entschlossenheit überwunden.
Viele erlagen den Mühen des Weges.
Am Salzsee angekommen, gründete die Sekte die Hauptstadt "Neujerusalem" (jetzt Salt-Lake-City).
Entsprechend ihrer straffen kirchlichen Organisation, verbunden mit großer Opferfreudigkeit ihrer Glieder, blühte die neue Stadt und der Staat schnell auf.
Weitere Städte entstanden.
Ödland wurde mit Erfolg kultiviert. Schon bald wurde vorbildlich die Bereitschaft zu gegenseitiger Hilfe.
Darüber hinaus ist eine uns beschämende Hilfsbereitschaft Außenstehenden gegenüber zu verzeichnen; man denke auch an die Hilfsaktionen nach dem Zweiten Weltkrieg zugunsten des leidenden Europa. Dazu sollte es nicht gering angesehen werden, daß außer einer Zurückhaltung gegenüber Alkohol und Nikotin bei den Anhängern auf gesunde Lebensweise Wert gelegt wird.
Von Anfang an wurde in der Sekte ein sittlich reines Leben gefordert.
Auch wenn in den Frühzeiten der Sekte — im
Gegensatz zu den Anordnungen des »Buches Mormon" — weitgehend die Vielehe herrschte und von manchem Propheten sogar als erforderlich angesehen wurde (es dürfe keine unverheiratete Frau geben), wurde immer wieder betont, daß auch diese Verhältnisse durchaus straff geordnet waren.
Ausschweifendes Leben sollte der Sekte fremd sein. Bevor im Jahre 1896 der Staat, Utah genannt, als selbständiger Staat der Union anerkannt wurde, war die Einehe als staatlich wie religiös allein gültige Form festgelegt.
In Eigendarstellungen betonen die Mormonen, daß Verstöße dagegen geahndet wurden und werden? die Leitung der Mormonen distanziere sich gleichzeitig von irgendwelchen unkontrollierbaren Splittergruppen.
Durch rege Werbetätigkeit hat die Sekte zunehmend Verbreitung gefunden. 1958 betrug ihre Zahl über eineinhalb Millionen Anhänger,- davon dreiviertel in den Vereinigten Staaten. Auch in Europa hat die Sekte viele, wenn auch kleine Gemeinden. Die Werbeerfolge sind besonders erstaunlich,
wenn man sich das seltsame Lehrgebäude der Sekte etwas vor Augen führt.
Hinsichtlich der Lehre der Mormonen ist zu beachten, daß diese Lehre durch hinzukommende „Erkenntnisse" der neuen »Apostel" und "Propheten" in einer steten Entwicklung begriffen ist. Dennoch lassen sich Grundsätze feststellen.
So ist sehr aufschlußreich der Satz:
„Wie der Mensch ist, so war Gott einst; wie Gott ist, so kann der Mensch einmal werden."
Der Grundgedanke der Mormonenlehre dürfte darin wiedergegeben sein. Es geht um den Fortschritt als das oberste Prinzip alles Weltgeschehens. So wird
auch die Gottheit vermenschlicht. Neben einem Urgott gibt es noch viele Götter. Der auf dem Zentralstern wohnende Urgott ist als einziger nicht geschaffen, vielmehr entstand er aus der ewigen, sich selbst bewegenden, intelligenten Materie.
Die Götter sind keineswegs rein geistige Wesen? sie haben einen Körper, alle Glieder und Organe des Menschen, auch menschliche Leidenschaften und Bedürfnisse; sie sind eigentlich dem Menschen nur in der Entwicklung voraus.
So können ja Menschen („Gläubige") auch Götter werden.
Der Mensch ist „ein Gott im Keimzustand". Er ist zu jedem Fortschritt in der Lage.
Das Dasein des Menschen umfaßt drei Entwicklungsstufen:
die vorirdische,
die irdische
und die Stufe des Lebens nach dem Tode.
Hinsichtlich der letzten Stufe ist bezeichnend, daß eine „angesiegelte" Ehe ihre Fortsetzung in der Ewigkeit erfahren werde, da noch viele geistige Kinder gezeugt werden müßten.
Auch hier deutlich die Vermenschlichung des Ewigen.
Wo die Gottheit vermenschlicht ist, kann nicht mehr gesprochen werden von Gottes Heiligkeit; damit entfällt auch der biblische Sündenbegriff als Empörung des Menschen gegen Gottes heiligen Willen (vgl. Römer 1, 18 ff.). Sünde ist bei den Mormonen eigentlich nur Verstoß gegen das Fortschrittsdenken.
Es versteht sich, daß die Erbsünde geleugnet wird.
Die Rechtfertigung aus dem Glauben wird als gottlose Lehre abgetan.
Der Mensch könne nur durch sein Tun zum Ziel gelangen. Wie der Sündenfall der ersten Menschen keine ernsthafte Sache war, so besteht für den Mormonen, ja die Menschheit, auch keine ernsthafte Gerichtserwartung.
Da die Zahl der Verdammten sich, einschließlich dem Teufel, an den fünf Fingern abzählen lasse
(so gering!), wird praktisch volle Allversöhnung gelehrt.
Durch das Sühnopfer Jesu Christi sei praktisch für alle Menschen eine erfreuliche Unsterblichkeit
gesichert, selbst für die Heiden; gewiß beständen Unterschiede im Glückszustand, doch sei es auch in der Ewigkeit noch möglich, sich hinaufzuarbeiten (also selbst hier Fortschritt!).
Breiten Raum nimmt bei der Sekte der Totenkult ein, d. h. ein Bemühen, möglichst vielen Verstorbenen zu einem Fortschritt in der Ewigkeit zu verhelfen.
Immer wieder verwendet die Sekte in mißbräuchlicher Weise biblische Begriffe, Erhöben wir dagegen Einspruch im Namen der Bibel, würde man uns nur entgegenhalten, daß unsere Bibel
„unrichtig übersetzt" sei.
Richtig übersetzt ist nach dortigem Verständnis die Bibel nur dann, wenn sie nicht im
Gegensatz steht zur Mormonenlehre. So ist ja neben der Bibel
das „Buch Mormon" „Wort Gottes" sowie die späteren Offenbarungen, die bis zur Stunde an die neuen „Apostel" und „Propheten" ergangen seien (ähnlich wie bei den Irvingianern),
wogegen für unser biblisch-christliches Denken die Apostel durchaus eine Einmaligkeit darstellen, auf deren Zeugnis die Gültigkeit des Neuen Testaments gründet.
Diese merkwürdige Sekte, die kaum noch christliche Züge aufweist, vielmehr eine Mischung darstellt von Christentum und Heidentum, Judentum und Islam,
— sie behauptet ausgerechnet, die wahre Kirche Jesu Christi zu sein, in der das Evangelium rein gelehrt und die Ämter und Sakramente dem Auftrage Jesu entsprechend verwaltet würden.
Alle anderen christlichen Gemeinschaften seien von der Lehre Christi abgefallen.
Es braucht nicht betont zu werden, daß eine geistige Auseinandersetzung mit einem Mormonenmissionar nicht sinnvoll ist, will man ihm von der Bibel her begegnen.
Unsere Gegengründe werden von ihm abgetan mit der Bemerkung,
daß unsere Bibelübersetzung nicht stimme; nur mit dem Vorverständnis des "Buches Mormon" und sonstiger mormonischer „Erkenntnisse" kann nach Meinung der Mormonen die Bibel richtig erkannt werden.
Für den Christen ist es deutlich, daß demgegenüber die Heilsgrundlage des Wortes Gottes nur noch bezeugt werden kann. Auseinandersetzung ist nicht angebracht.
Nur ist es auch hier wieder schade, wenn manch erfreulicher Mensch, der doch auch zur Rettung berufen sein sollte, zu dem Heilsgrund des Evangeliums nicht gelangt.
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die Gründung der Endzeitkirche wurde vollzogen.
man wählte zwölf »Apostel" zur Leitung dieser Kirche. .......
dazu ist ja auch die Augenzeugenschaft für das Leben und die Auferstehung Jesu nicht mehr möglich.
Seine Verlautbarungen und Handlungen sind wichtiger als jeder Schriftbeweis, weil im »Stammapostel" Jesus Christus auf dieser Erde gegenwärtig sei; und das vollmächtige Wirken des Christus lasse sich nicht hindern durch biblische Einwände.
»Die lebendigen Apostel sind die Tore zum Reiche Gottes, durch welche man hindurchgehen muß." Das ist reinste Blasphemie!
»Der Jesus von damals kann uns nicht helfen; sein Blut ist in den Sand von Golgatha geronnen und kann uns nichts mehr nützen."
werden bei den Neuapostolischen unzulässige Mittlergestalten eingeführt.
der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung."
Wo es für die bibelgläubige Gemeinde nicht einmal einen stellvertretenden Glauben gibt, ist es neutestamentlich erst recht nicht denkbar, »sakramentale" Handlungen zu Gunsten von Verstorbenen anzuwenden.